Hallo,
vor ein paar Tagen bin ich in Papua Neuguinea angekommen. Das Abenteuer began mit dem Flug her es hat wie aus Kübeln gegossen und das kleine Propellaflugzeug mit dem ich von Morsby herflog wurde ordentlich durchgeschüttelt.
Gelandet in Goroka wurde ich herzlich von meinen Vorgesetzten und zukünftigen Mitbewohnern empfngen.
Ich wohne direkt auf dem Campus des MI in einem kleinem Haus. Alles war anders als ich es mit vorgestellt habe, aber auch irgendwie so wie es sein sollte.
Gleich am nesten Morgen ging das abenteuer weiter:
Nach der langen Reise über 3 Kontinente, durch 10 Zeitzohnen unnd ca 30 Stunden Flug war ich völlig fertig und schlief bis zum Morgengrauen. Plötzlich erwachte ich von einem höllischen Krach. Es hörte sich wie zig Feuermelder an die abwechselnd an- und ausgingen und sich gegenseitig verstärkten. Das ganze war so laut, dass es bequem jede herkömmlige Kreissäge in den Schatten geställt hätte.
Ich fiel fast aus dem Bett und versuchte die Uhrsache des Lärms zu orten. Hatte es Feuer in meiner ersten Nacht gegeben?
Kein anderer schien erwacht zu sein und so legte ich mich wieder hin. "Andere Länder, andere Sitten", dachte ich mir. "Vielleicht der Weckdienst."
Beim Frühstück, bestehend aus Reispfanne vom Vortag, fragte ich was das gewesen sein könnte, aber meine Mitbewohner hatten nichts gehört und gut geschlafen. Seltsam, wie konnten die bei dem Krach schlafen?
Also fragte ich meine deutschen Kolegen. Die wussten relativ bald was es gewesen ist. Zikaden. Und die Neuguinis haben sich schon daran gewöhnt, darum hören sie es nicht mehr. Ich bin da skeptisch, wie kann man sich daran gewöhnen und seelenruhig weiterschlafen?
Die Zikaden hier sind der ideale Wecker für tiefschläfer, jedenfalls wenn man nicht daran gewöhnt ist. :) Sie machen immer ca. um sechs Uhr morgens und gegen Mittag und manchmal auch abens Krach, sodass man immer weiß, wie spät es ungefer sein muss. Deshalb hat die lokale Bevölerng auf dem "Ples" (Tok Pidgen: Dorf, Ort) unter anderem für den Namen der Intsekten das gleiche Wort wie für Essenszeit und Glocke.
Dass nennt man mal naturnahes Leben. Hier sorgt die Natur nicht nur für Wasser und Nahrung, sondern auch für die Weck- und Essenszeit.
Soweit meinen ersten Eindrücke aus PNG.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen