Tauchkurs in Madang
In der Woche vor Ostern waren die
Hellfritschens, Tanja und ich in Madang und haben unseren Weihnachten
gescheiterten und versprochenen Tauchkurs nachgeholt.
Früh am Sonntag morgen sind wir bei
Hellfritschens losgefahren, um so früh wie möglich in Madang
anzukommen.
Der Highway war in einem miserablem
Zustand. Regenfälle hatten Straßenteile weggespühlt, erosiertes
Erdreich hatte andere Stellen verschüttet und zu allem übel regnete
es auch in Strömen, sodass die sonst schon glitschige Straße eine
Autowasserrutsche wurde, aber das alles ist kein richtiges Problem
für einen Landcruiser.
Wir kamen drei Stunden später in Amron
bei Madang an, als wir es geplant hatten, aber der Tag war noch jung
und so konnten wir mit der vielen Theorie für den Kurs anfangen.
Am nächsten Tag sind wir ins Madang
Resort zur Tauchschule „Neuguini Adventure Dive“ gefahren. Pedro,
unser fidji Tauchlehrer, hat uns schon erwartet. Alles begann mit
einer DVD über Theorie, danach ging es in den Pool und wir haben
schwimmen unter Wasser und atmen mit der Sauerstoffflasche auf dem
Rücken geübt. Das war schon unser erster Tag.
Der Zweite Tag begann wie der erste,
bloß mit weniger Theorie, denn tauchen lernt man im Wasser und nicht
aus Büchern. Vormittags Pool und nachmittags sollte es schon unseren
ersten Ozean-Tauchgang geben.
Wir fuhren mit dem
Riffexpeditions-Kattermaran raus in die Bucht von Madang in die Nähe
von Pig-Island. Es war recht unruhige See und so war der einstig
weniger geordnet als es schön gewesen wäre. Unser Tauchlehrer hat
uns alle einzeln nach unten gebracht und uns zu einem Stein geführt
zu festhalten, da die Strömung einen sonst mitgerissen hätte. Das
erste mal ins dunkle blau des Ozean zu schauen st eine ganz besondere
Situation. Man ist erst aufgeregt und saugt viel zu viel Luft aus dem
Tank auf dem Rücken und so dauerte unser erster kleiner Tauchgang am
Riff entlang nur 25 Minuten mit einer Flasche, die locker auch für
45 Minuten reichen könnte, trozdem haben wir ihn sehr genossen mit
den ganzen kleinen Fischen und Korallen.
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| Tauchschule ist auch Spaß |
Die nächsten Tage lernten wir uns erst
im Pool und dann im freiem Wasser mit der Tarierweste auf eine tiefe
einzupendeln und nicht ständig zu Sinken oder zu steigen, denn durch
das Atmen unter Wasser wirkt die Lunge wie ein Auftriebskörper,
deshalb trägt man einen Bleigürtel mit sich herum. Aber dadurch
wird man nach unten gezogen und um nicht immer nur auf dem Grund zu
tauen hat man eine Tarierweste, die man mit Luft füllt um einen
neutralen Auftrieb zu erreichen-also im Wasser zu schweben.
Wir lernten auch die Zeichensprache
unter Wasser und was man tut wenn einem die Luft ausgeht, oder man
seinen Tauchpartner verloren hat.
Weitere 4 Freiwassertauchgänge
folgten. Zu versunkenen Schiffen, Flugzeugen aus dem zweitem
Weltkrieg und bunten Riffen.
Das Tauchen am Tag ist anstrengend, je
mehr Tauchgänge man macht desto mehr strengt es an, deshalb haben
wir abends immer gut gekocht und noch mit allen Siedler gespielt, um
uns zu erholen. Nach insgesamt fünf Freiwassertauchgängen und einer
theoretischen Prüfung haben wir alle den „PADI Open Water Diver“
Schein bekommen, der uns berechtigt überall auf der Welt Ausrüstung
zu leihen und bis zu einer Tiefe von 30 Metern zu tauchen .
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| Ich habe Nemo gefunden! |
Zu Ostern haben wir Eier bemalt und
sind zur Osternacht gegangen. Der Gottesdienst hat direkt vor dem
Haus stattgefunden, gehalten von Pastor Hans Gauvogel und seinen
Schülern aus der Religionsschule. Osterfeuer gab es nicht und auch
die Tradition des Eieranmalens kennen die Neuguinis nicht, dafür gab
es sehr leckeres Osterfrühstück und einen Extratauchgang zum
Barakudapoint. Dort haben wir die Riesigen, aber harmlosen Barakudas
in ganzen Schulen gesehen und sogar drei graue Riffhaie, die nicht
ganz so harmlos sind.
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| Tanja und ich beim Barakudapoint |
Was für ein Abenteuer!
Die Rückfahrt am Ostermontag war
wieder recht rau, da der Highway durch weiteren Regen immer mehr
kaputt geht.




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