Donnerstag, 4. April 2013

Fröhliche Ostern!

Tauchkurs in Madang

In der Woche vor Ostern waren die Hellfritschens, Tanja und ich in Madang und haben unseren Weihnachten gescheiterten und versprochenen Tauchkurs nachgeholt.

Früh am Sonntag morgen sind wir bei Hellfritschens losgefahren, um so früh wie möglich in Madang anzukommen.
Der Highway war in einem miserablem Zustand. Regenfälle hatten Straßenteile weggespühlt, erosiertes Erdreich hatte andere Stellen verschüttet und zu allem übel regnete es auch in Strömen, sodass die sonst schon glitschige Straße eine Autowasserrutsche wurde, aber das alles ist kein richtiges Problem für einen Landcruiser.
Wir kamen drei Stunden später in Amron bei Madang an, als wir es geplant hatten, aber der Tag war noch jung und so konnten wir mit der vielen Theorie für den Kurs anfangen.
Am nächsten Tag sind wir ins Madang Resort zur Tauchschule „Neuguini Adventure Dive“ gefahren. Pedro, unser fidji Tauchlehrer, hat uns schon erwartet. Alles begann mit einer DVD über Theorie, danach ging es in den Pool und wir haben schwimmen unter Wasser und atmen mit der Sauerstoffflasche auf dem Rücken geübt. Das war schon unser erster Tag.
Der Zweite Tag begann wie der erste, bloß mit weniger Theorie, denn tauchen lernt man im Wasser und nicht aus Büchern. Vormittags Pool und nachmittags sollte es schon unseren ersten Ozean-Tauchgang geben.
Wir fuhren mit dem Riffexpeditions-Kattermaran raus in die Bucht von Madang in die Nähe von Pig-Island. Es war recht unruhige See und so war der einstig weniger geordnet als es schön gewesen wäre. Unser Tauchlehrer hat uns alle einzeln nach unten gebracht und uns zu einem Stein geführt zu festhalten, da die Strömung einen sonst mitgerissen hätte. Das erste mal ins dunkle blau des Ozean zu schauen st eine ganz besondere Situation. Man ist erst aufgeregt und saugt viel zu viel Luft aus dem Tank auf dem Rücken und so dauerte unser erster kleiner Tauchgang am Riff entlang nur 25 Minuten mit einer Flasche, die locker auch für 45 Minuten reichen könnte, trozdem haben wir ihn sehr genossen mit den ganzen kleinen Fischen und Korallen.
Tauchschule ist auch Spaß
Die nächsten Tage lernten wir uns erst im Pool und dann im freiem Wasser mit der Tarierweste auf eine tiefe einzupendeln und nicht ständig zu Sinken oder zu steigen, denn durch das Atmen unter Wasser wirkt die Lunge wie ein Auftriebskörper, deshalb trägt man einen Bleigürtel mit sich herum. Aber dadurch wird man nach unten gezogen und um nicht immer nur auf dem Grund zu tauen hat man eine Tarierweste, die man mit Luft füllt um einen neutralen Auftrieb zu erreichen-also im Wasser zu schweben.
Wir lernten auch die Zeichensprache unter Wasser und was man tut wenn einem die Luft ausgeht, oder man seinen Tauchpartner verloren hat.
Weitere 4 Freiwassertauchgänge folgten. Zu versunkenen Schiffen, Flugzeugen aus dem zweitem Weltkrieg und bunten Riffen.
Das Tauchen am Tag ist anstrengend, je mehr Tauchgänge man macht desto mehr strengt es an, deshalb haben wir abends immer gut gekocht und noch mit allen Siedler gespielt, um uns zu erholen. Nach insgesamt fünf Freiwassertauchgängen und einer theoretischen Prüfung haben wir alle den „PADI Open Water Diver“ Schein bekommen, der uns berechtigt überall auf der Welt Ausrüstung zu leihen und bis zu einer Tiefe von 30 Metern zu tauchen .

Ich habe Nemo gefunden!
Zu Ostern haben wir Eier bemalt und sind zur Osternacht gegangen. Der Gottesdienst hat direkt vor dem Haus stattgefunden, gehalten von Pastor Hans Gauvogel und seinen Schülern aus der Religionsschule. Osterfeuer gab es nicht und auch die Tradition des Eieranmalens kennen die Neuguinis nicht, dafür gab es sehr leckeres Osterfrühstück und einen Extratauchgang zum Barakudapoint. Dort haben wir die Riesigen, aber harmlosen Barakudas in ganzen Schulen gesehen und sogar drei graue Riffhaie, die nicht ganz so harmlos sind.
Tanja und ich beim Barakudapoint
Was für ein Abenteuer!
Die Rückfahrt am Ostermontag war wieder recht rau, da der Highway durch weiteren Regen immer mehr kaputt geht.


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