Donnerstag, 4. April 2013

Wieder in Madang

Volunteerseminar

Anfang März war ich mit anderen Freiwilligen auf unserem Zwischenseminar im Jais Aben Resort in Madang.
In der Woche in der es losgehen sollte haben wir Gorokas geplant mit auf einen PMV aufzuspringen und direkt nach Madang an die Küste zu fahren. Aber wie so oft haben wir die Rechnung ohne PNG gemacht. Welcome to the land of the unexpected! Das Unerwartete kam in Form von Starkregen, der eine Brücke wegspülte. So musste wir unsere Pläne sehr schnell ändern und entschieden einen Flieger ab Madang zu nehmen.
Am 03.03.13 sind Tanja und ich aus Goroka mit einem PMV (Public Motor Vehiekel) nach Lae (Nazap-Airport), um von dort einen Flieger nach Madang zunehmen.

Wie haben die Busreise nach Lae gut hinter uns gebracht, obwohl es an manchen Stellen etwas holprig war. Wir wurden nur Zweimal von Sonntagspolizisten auf Kakau kontrolliert, weil der Kakau an der Küste von einer Krankheit befallen ist, die nicht durch illegalen Transport ins Hochland verbracht werden sollte, warum dann PMV Richtung Küste auch kontrolliert wurden, weiß man nicht so genau und fragt auch nicht nach. Vielleicht wollten die Polizisten sich den Nachmittag mit ein paar Buai als Schmiergeld versüßen.
Und als wir in Lae angekommen sind, ist fast eine Schlägerei im Bus mit besoffenen Neuguinis losgegangen, aber dann hat der Fahrer dazwischen gebrüllt, dass hier Missionare mitfahren und sich die Raufbolde wenigstens bis wir sicher am Kirchen-Compound abgesetzt sind benehmen sollen.
Fand ich richtig gut, weil ich ja für die Sicherheit von Tanja mitverantwortlich bin. Daraufhin war es still und allen Beteiligten tat es furchtbar leid.

Flughunde in Madang über der Straße
In Lae haben wir bei Matthias und Beate Tröger geschlafen, zwei nette Mitarbeiter der bayrischen Mission und Leiter des Zwischenseminars, die ein sehr sauberes Ostdeutsch sprechen. Mit ihnen ging es am Nächsten Morgen mit dem Flieger nach Madang und gleich nach Jais Aben.
Wir haben nicht direkt im Resort geschlafen, sondern in einem Tagungshaus der Bismark-Ramu-Group, einer Gegenbewegung gegen die unverantwortliche Zerstörung der Natur durch den Großkonzern „Ramu Group“, die im Ramutahl und am Ramufluss große Betriebe der Zucker und Palmenöl Herstellung und Nickelgewinnung haben und dort die Natur und die Menschen mit Füßen treten.

Gruppendisskusion mit den anderen Freiwilligen
Beim Seminar ging es um unsere Situation im Land und die Bewältigung von Problemen wie dem Kulturschock und was eigentlich nach der Zeit in PNG kommen soll. Wir haben die anderen Freiwilligen im Land getroffen und haben uns wieder sehr gut verstanden. Wir haben nicht nur bis tief in die Nacht getagt um unseren Frust über Missionboards und Neuguinis loszuwerden ;), sondern waren auch in den Pausen schwimmen und auf dem schönem Markt um im Museum von Madang und haben zum Abschlussabend einen riesigen Thunfisch gegrillt, den Fischer direkt am Steg vor unserem Haus verkauft haben.

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