Volunteerseminar
Anfang März war ich mit anderen
Freiwilligen auf unserem Zwischenseminar im Jais Aben Resort in
Madang.
In der Woche in der es losgehen sollte
haben wir Gorokas geplant mit auf einen PMV aufzuspringen und direkt
nach Madang an die Küste zu fahren. Aber wie so oft haben wir die
Rechnung ohne PNG gemacht. Welcome to the land of the unexpected! Das
Unerwartete kam in Form von Starkregen, der eine Brücke wegspülte.
So musste wir unsere Pläne sehr schnell ändern und entschieden
einen Flieger ab Madang zu nehmen.
Am 03.03.13 sind Tanja und ich aus
Goroka mit einem PMV (Public Motor Vehiekel) nach Lae
(Nazap-Airport), um von dort einen Flieger nach Madang zunehmen.
Wie haben die Busreise nach Lae gut
hinter uns gebracht, obwohl es an manchen Stellen etwas holprig war.
Wir wurden nur Zweimal von Sonntagspolizisten auf Kakau kontrolliert,
weil der Kakau an der Küste von einer Krankheit befallen ist, die
nicht durch illegalen Transport ins Hochland verbracht werden sollte,
warum dann PMV Richtung Küste auch kontrolliert wurden, weiß man
nicht so genau und fragt auch nicht nach. Vielleicht wollten die
Polizisten sich den Nachmittag mit ein paar Buai als Schmiergeld
versüßen.
Und als wir in Lae angekommen sind, ist
fast eine Schlägerei im Bus mit besoffenen Neuguinis losgegangen,
aber dann hat der Fahrer dazwischen gebrüllt, dass hier Missionare
mitfahren und sich die Raufbolde wenigstens bis wir sicher am
Kirchen-Compound abgesetzt sind benehmen sollen.
Fand ich richtig gut, weil ich ja für
die Sicherheit von Tanja mitverantwortlich bin. Daraufhin war es
still und allen Beteiligten tat es furchtbar leid.
| Flughunde in Madang über der Straße |
In Lae haben wir bei Matthias und Beate
Tröger geschlafen, zwei nette Mitarbeiter der bayrischen Mission und
Leiter des Zwischenseminars, die ein sehr sauberes Ostdeutsch
sprechen. Mit ihnen ging es am Nächsten Morgen mit dem Flieger nach
Madang und gleich nach Jais Aben.
Wir haben nicht direkt im Resort
geschlafen, sondern in einem Tagungshaus der Bismark-Ramu-Group,
einer Gegenbewegung gegen die unverantwortliche Zerstörung der Natur
durch den Großkonzern „Ramu Group“, die im Ramutahl und am
Ramufluss große Betriebe der Zucker und Palmenöl Herstellung und
Nickelgewinnung haben und dort die Natur und die Menschen mit Füßen
treten.
| Gruppendisskusion mit den anderen Freiwilligen |
Beim Seminar ging es um unsere
Situation im Land und die Bewältigung von Problemen wie dem
Kulturschock und was eigentlich nach der Zeit in PNG kommen soll. Wir
haben die anderen Freiwilligen im Land getroffen und haben uns wieder
sehr gut verstanden. Wir haben nicht nur bis tief in die Nacht getagt
um unseren Frust über Missionboards und Neuguinis loszuwerden ;),
sondern waren auch in den Pausen schwimmen und auf dem schönem Markt
um im Museum von Madang und haben zum Abschlussabend einen riesigen
Thunfisch gegrillt, den Fischer direkt am Steg vor unserem Haus
verkauft haben.
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